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Hypnose ist so alt wie der Mensch. Die Heilhypnosetherapie ist das älteste wissenschaftlich ausgewiesene Verfahren der Psychotherapie in unserer Zivilisation. Gleichzeitig zählt die Hypnosetherapie zu den ältesten naturheilkundlichen Anwendungen. Die früheste Begegnung mit der Hypnose konnte bis 7000 Jahre vor Christi Geburt zurückverfolgt werden. Abhängig von jeweiligen Kulturkreisen, Epochen und Religionen firmierte der Begriff der Hypnose unter zahlreichen Namen wie z.B. Teufelsaustreibung, Tempeltanztherapie, Tempelschlaftherapie.
Die Methoden der Hypnoseeinleitung, die die alten ägyptischen Priester anwandeln, wie z.B. bei der Fixationsmethode, wurde dem Kranken eine glänzende Metallscheibe vor die Augen gehalten um diese zu ermüden und ins Hypnotische schlaf zu versetzen, wird heute noch erfolgsreich genutzt. Als Priester waren sie gleichzeitig Ärzte und wussten sehr genau über die phantastischen Möglichkeiten der Hypnose bescheid. Eine andere ebenfalls weit verbreitete Heilungsart war in Griechenland der Tempelschlaf. Vor dem eigentlichen Tempelschlaf musste der Heilungssuchende ein bestimmtes Ritual bestehend aus Diät, Waschungen, etc. ausführen. Vor dem eigentlichen Schlaf wurden dem Kranken die Geschichten der erfolgreichen Heilungen erzählt um die Erwartungsspannung zu erhöhen. Während des eigentlichen Schlafs in der geheimnisvollen Atmosphäre des Tempels wurden dem Kranken dann selbstheilungsfördernde Suggestionen ins Ohr geflüstert. Tempelträume galten als Gabe der Götter und wurden von den Priestern gedeutet. In Indien, spielt die Hypnose bei den verschiedenen Yogatechniken auch heute noch eine sehr große Rolle. In unserem Kulturkreis berichtete bereits der Kirchenvater Augustinus (354 – 430) von Schmerzbehandlungen mit Hypnose. Die Geschichte der modernen Hypnose beginnt eigentlich mit dem Arzt Franz Anton Mesmer. Er war der Meinung, dass eine ungünstige Verteilung des Magnetismus im menschlichen Körper Krankheiten verursachen kann. Er glaubte, durch Streichen über den Körper das gesunde Gleichgewicht im Magnetismus wieder herstellen zu können. Tatsache ist, dass er damit sehr viel Erfolg hatte. Eine weitere Person, der Erfinder des Wortes „Hypnose“ war James Braid (1795 – 1860), der als Augenchirurg tätig war und zahlreiche Operationen unter Hypnose durchführte. Da er der Überzeugung war, dass es sich bei der Hypnose um eine Art künstlichen Schlaf handelt, benannte Braid diesen Trancezustand nach dem griechischen Schlafgott „Hypnos“. Kurz vor seinem Tod erkannte Braid seinen Irrtum und erklärte Hypnose als Konzentration der Aufmerksamkeit. Er wollte deshalb den Begriff „Hypnose“ durch Monodeismus (Konzentration auf eine Idee) ersetzen. Es war jedoch zu spät. Der Begriff Hypnose hatte sich bereits durchgesetzt.
Der amerikanische Arzt und Psychiater Milton Erickson (1901 – 1980) war eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Kampf um die offizielle Anerkennung der Hypnosetherapie. Seine besonderen Merkmale sind permissive und indirekte Suggestionen durch Metaphern. Hypnose nach Milton Erickson wird auch als „moderne Hypnose“ bezeichnet. |